Thomas Beecht
Mit handwerklicher Perfektion lotet Thomas Beecht die Möglichkeiten des Mediums Tafelbild aus. So traditionell das Medium des Gemäldes, in dem der Künstler arbeitet, und so vertraut die dargestellten Motive der Berg- und Flusslandschaften, Menschenporträts und -figuren, so verblüffend sind seine Darstellungsweisen und -techniken. Mehrere Berglandschaften haben – aus der Entfernung betrachtet – einen beinahe fotografischen Charakter. Sobald man an die Arbeiten der “Bergsteiger” Serie näher heran tritt, wird die aufwendige Spachteltechnik offenbar, bei der Beecht einen Spachtel von nur wenigen Millimetern Breite verwendete. In der aktuellen Serie „Formen“ trug Beecht bis zu 15 präzise Ölfarbschichten auf die Leinwand auf, bis das Ergebnis von einer erstaunlich lebendigen Schönheit entstehen konnte. Die leuchtende Farbigkeit Beechts Werke wird oft durch den dunklen Hintergrund intensiviert und initiiert beim Betrachter eine durchdringende, sinnliche Erfahrung. Oft erarbeitet Beecht individuelle Strategien der Bildfindung, so dass jede Serie ein höchst individueller Charakter auszeichnet.
Thomas Beecht studierte bei dem britischen Konzept- und Fluxus-Künstler Robin Page an der Akademie der Bildenden Künste in München. Beechts Werke sind in Museen, wie dem Messner Mountain Museum, dem Alpinen Museum des Deutschen Alpenvereins in München und in mehreren Privatsammlungen vertreten.
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